7 Positive Auswirkungen durch #stayhome

"Zeit, die wir uns nehmen, ist die Zeit, die uns etwas gibt"

Die aktuelle Situation kostet uns mehr Nerven und Geduld als wir uns eigentlich wünschen, sei es durch das verkürzte Gehalt, durch die Absage diverser Urlaube, Festivals oder einfach durch die Sehnsucht nach den Freunden und der Familie. Uns allen geht es so. Und doch hat diese Krise positive Auswirkungen auf uns selbst und unsere Umwelt. Unsere Praktikantin Paula hat sich das ganze Mal genauer angeschaut.

1. Wir entlasten die Umwelt

Die Straßen sind leerer, der Flugverkehr ist weitgehend eingestellt und Städte, in denen normalerweise alles voller Touristen ist, sind leer. Dass sich die Umwelt dadurch erholt, zeigt zum Beispiel die Situation in Venedig: Die Kanäle werden wieder von den Fischen erobert, die viele Jahre aufgrund des hohen Touristenaufkommens weggeblieben sind.

In Madrid tummeln sich teilweise Wildschweine mitten in der Stadt. Die Menschen bleiben zu Hause und das freut die Tiere und die Umwelt.

 

Man muss jedoch beachten, dass diese ganzen Phänomene nur temporär sind und es nicht sicher ist, dass die jetzige Situation zu einer dauerhaften Verbesserung des Klimas führen wird.

2. Wir erweitern unser eigenes Wissen

Viele Menschen werden kreativ in dieser Zeit, denn irgendwie muss man die Zeit ja rumkriegen. In einer Umfrage in Deutschland geben 22% der Befragten an, dass sie die Zeit nutzen, um eine neue Fertigkeit zu erlernen, in Vietnam sind es sogar 75%.

 

Egal, ob man alte Hobbies wie das Malen oder Klavierspielen wieder für sich entdeckt, anfängt neue Rezepte auszuprobieren oder vielleicht auch eine neue Sprache lernt – viele Leute nutzen die Zeit produktiv, um ihren Horizont zu erweitern und lernen Dinge, für die sie im normalem, hektischen Alltag keine Zeit gehabt hätten.

3. Wir werden solidarischer

Indirekt bringt uns diese Zeit vielleicht auch näher zusammen. Wir bieten unseren Nachbarn an, für sie einzukaufen oder mit ihrem Hund Gassi zu gehen. Denn wir entwickeln mehr denn je das Bewusstsein, dass es wichtig ist, die Schwächeren und Älteren in unserer Gesellschaft zu schützen. Wir sind dazu bereit, im Supermarkt einen Mundschutz zu tragen oder unsere Geburtstagsparty abzusagen. Und auch wenn uns dieser Verzicht extrem schwerfällt, ist uns bewusst, dass es der richtige Weg ist, diese Zeit zu überstehen und andere Menschenleben zu retten.

4. Wir realisieren wir gut es uns eigentlich sonst geht

Viele nutzen die Zeit nicht nur, um neue Fertigkeiten zu erlernen, sondern beschäftigen sich auch viel mit sich selbst und der jetzigen Situation. Uns wird bewusst, wie sehr wir uns eigentlich glücklich schätzen können, uns frei draußen bewegen zu können. Wir fiebern alle schon hin auf die Zeit, in der die Normalität wieder zurückkehrt und dann wird es etwas ganz Besonderes sein, sich mit Freunden zu treffen. Wir werden diese Zeit mehr als alles andere genießen und die Zeit mit Freunden und Familie viel mehr schätzen.

5. Wir werden flexibler

Auch wenn die Situation sowohl für viele Unternehmen und auch für Schulen eine extrem große Herausforderung ist, hat sich gezeigt wie schnell und flexibel die meisten von uns reagieren konnten. Egal ob durch Zoom Meetings oder Hausaufgaben per Mail, fast alle haben eine Lösung gefunden. Auch wenn es nicht immer perfekt und auf Anhieb funktioniert, Flexibilität hat jeder bewiesen. Und vielleicht werden wir auch viele dieser Erfahrungen mitnehmen und übernehmen. Viele Firmen realisieren, dass es nicht unbedingt nötig ist, für manche Meetings ins Flugzeug zu steigen, und das spart Geld, Abgase und Zeit.

6. Unser Leben wird entschleunigt

Wie schon erwähnt, haben wir viel mehr Zeit. Der Alltag ist nicht mehr so hektisch wie davor, das Leben entschleunigt sich ein bisschen und wir können uns erholen, von dem ganzen Alltagsstress. Wir verzichten auf Treffen mit Freunden, die ja eigentlich schön sind, manchmal aber auch zu viel werden können. Wir verzichten auf den Stau am Morgen auf dem Weg zur Arbeit oder auf die überfüllte S-Bahn. All diese Dinge führen im besten Fall dazu, dass wir uns mehr um uns selbst kümmern und endlich mal unseren eigenen Bedürfnissen nachkommen.

7. Wir schätzen systemrelevante Berufe mehr

Außerdem wird klar, welche Berufe wirklich von großer Bedeutung für unserer Gesellschaft sind. Es sind nämlich nicht die CEOs von riesigen Firmen, die uns mit lebenswichtigen Dienstleistungen versorgen, sondern Ärzte, Pflegekräfte oder Kassierer im Supermarkt. Hoffentlich bringt das einen Anstoß, das Gehalt von solch wichtigen Berufen zu erhöhen und somit mehr wertzuschätzen.

All das sind positive Denkanstöße und Szenarien wie sie im besten Fall verlaufen. Ich und viele andere würden sich sicher wünschen, dass wir viele Erfahrungen und Gedanken aus dieser Zeit mitnehmen werden und manche Dinge in unseren gewohnten Alltag übernehmen. Trotzdem muss man sich natürlich dessen bewusst sein, dass die Auswirkungen durchaus auch negativ sind und die Existenz mancher von uns bedroht. Wir können aber hoffen, dass wir alle auch zumindest ein paar von den oben genannten Punkten bei uns selbst feststellen und unser neues Hobby beibehalten, die Zeit mit Freunden danach noch mehr genießen oder dafür kämpfen, dass systemrelevante Berufe besser bezahlt werden. In diesen Sinne: #stayhome and #staypositive

// Diesen Blogpost hat Paula Humann geschrieben.

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